Der Flammkuchen wird im französischen „tarte flambée“ genannt, was ins deutsche übersetzt „flambierter Kuchen“ heißt.
Die Spezialität kommt aus dem Elsass (Frankreich).
Vor mehr als 100 Jahren gab es eine kluge Bäuerin. Zur damaligen Zeit gab es noch keine Thermometer. Von daher war es schwierig einzuschätzen, ob die Temperatur im Holzofen optimal zum Backen von Brot was. Um zu prüfen wie warm der Holzofen war, rollte sie einen dünnen Teig aus den Resten vom Brotteig und legte ihn in den Ofen. Das Fladenbrot. Wenn das Fladenbrot nach 2-3 Minuten gold-braun gebacken war, war die Temperatur im Holzofen optimal für das Brot.
Schon die alten Griechen aßen Fladenbrot und so verbreitete sich die römisch-italienische Kultur nach Europa.
Später bestrich die kluge Bäuerin das Fladenbrot mit Quark, belegte ihn mit Zwiebeln und Speck (weil diese Zutaten ganzjährig vorhanden waren) und schob ihn in den Ofen.
Flammkuchen, der Vorgänger der Pizza war geboren. Zunächst gab es Flammkuchen nur in den Familien und in einigen Dorfrestaurants. Inzwischen hat er sich weltweit verbreitet.
Grundlagen für einen Flammkuchen sind ein dünner ausgerollter Teig als Boden, eine Sauerrahmcreme und Zwiebeln, sowie Speck für den Belag.
Flammkuchen gibt es aber auch als süße Variante mit Apfel, Birne und Zimt. Allerdings wird es dann süßer
Blechkuchen genannt. Oder vegetarisch mit Schmand, Zwiebeln und Lauch.
Hätte es den Flammkuchen nicht gegeben, hätte man spätestens jetzt die Pizza erfinden müssen.
